Mieter im geförderten Wohnungsbau

Im Rahmen der öffentlichen Wohnraumförderung werden seitens der Städte und Kommunen Wohnberechtigungsscheine an einen großen Personenkreis vergeben. Diese kann grundsätzlich jeder beantragen, der die je Bundesland festgelegte Einkommensgrenzen nicht überschreitet. In vielen Bundesländern gibt es unterschiedliche Einkommensgrenzen für zum Beispiel geringe oder mittlere Einkommen. Die Einkommensgrenzen geben dann wiederum vor, wie hoch eine Mietbelastung sein darf und aus Mietersicht zumutbar ist. 

Was viele nicht wissen 

Mehr als ein Drittel der Bevölkerung hat Anrecht auf einen Wohnberechtigungsschein. In den großen Metropolregionen ist dieser Anteil mit 50 bis 60 % noch erheblich höher.

Quelle: wbs-rechner


Die Brutto-Einkommensgrenzen in den Bundesländern Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz oder Nordrhein-Westfalen sind exemplarisch nachfolgend für die unterschiedlichen Förderwege mit geringem Einkommen und mittlerem Einkommen dargestellt. 

Quelle: Eigene Darstellung in Anlehnung an die jeweiligen Förderrichtlinien

Hinweis:
Die gezeigten Daten sind mit größtmöglicher Sorgfalt zusammengestellt worden, können jedoch von den tatsächlichen Fördereckdaten abweichen (z.B. weil Förderprogramme aktualisiert / überarbeitet wurden oder weil Förderbanken Programme eingestellt haben oder keine Mittel mehr zur Verfügung stellen). Für alle Themen rund um die Förderungen sind ausschließlich die offiziellen Informationen der Förderbanken und die jeweiligen Förderprogramme entscheidend.

AM BEISPIEL EINER FAMILIE MIT ZWEI KINDERN

Brutto-Einkommen der beiden Elternteile zusammen

6.800 EUR mtl. 


→ entspricht einem Jahres-Brutto-Einkommen i.H.v.

81.600 EUR p.a. 


Einkommensgrenze für einen Wohnberechtigungsschein in NRW

83.000 EUR p.a.    


6.800 EUR Brutto-Einkommen entsprechen ca. 4.550 EUR Nettoeinkommen mtl. 
(Annahme: Abzug für Steuer, Freibeträge, etc. i. H. v. 33 %) 

Mit dem Wohnberechtigungsschein findet die Familie eine 4-Zimmer-Wohnung mit 95 m² Wohnfläche. 

Die Wohnung wird im zweiten Förderweg (mittlere Einkommen) gefördert, mit einer anfänglich festgelegten Miete von 8,00 EUR je m² Wohnfläche am Beispiel Düsseldorf. Dies entspricht einer Kaltmiete in Höhe von 760 EUR und damit einer Haushaltsbelastung von rund 17 % des Nettoeinkommens

Auf diesem Weg wird langfristig bezahlbarer Wohnraum für Mieter geschaffen. 

Quelle: Eigene exemplarische Darstellung in Anlehnung an die jeweiligen Förderrichtlinien